Erster Weltkrieg

Auf den Spuren des Standschützenbataillons Meran II

Am 23. Mai 1915 erklärte Italien den Krieg an Österreich, und die Standschützen mussten ausrücken, um die Südfront zu verteidigen. Um dessen zu gedenken unternahmen die Schenner und Rablander Schützen genau 100 Jahre danach einen Ausflug ins Fersental. Vom Schenner Althauptmann Hias Dosser-Farmer fachkundig geführt, wanderte die Gruppe im Gebiet oberhalb von Palai zum Schwarzkofel und zum Schrimblerjoch. In den dortigen Bergen kamen damals Standschützen des Bataillons Meran II, zu dem die Kompanien Naturns, Partschins, Algund, Riffian, Schenna und Tall gehörten, zum Einsatz.

Es herrschte trübes Wetter und Schneeregen an diesem besonderen Wandertag, daher konnte die Gruppe einigermaßen nachempfinden, was jene Männer in den drei Jahren des Kampfeinsatzes besonders in den Wintermonaten am Berg aushalten mussten.

Der Wanderung vorausgegangen war ein Vortrag der beiden Partschinser Dorfchronisten Renate Gstrein Schweitzer und Heinrich Frei im Schießstand von Schenna im Beisein von Vertretern der fünf Kompanien. Sie trugen u. a. das Vermächtnis des Partschinser Standschützenleutnants Benedikt Burger vor, bestehend aus Bildern vom Bataillon Meran II und einem ausführlichen Kriegstagebuch.

Am 6. August dieses Jahres wird im Haus der Dorfgemeinschaft in Partschins eine Ausstellung mit diesen historischen Fotos und Ausschnitten aus den Aufzeichnungen eröffnet.

 

Fotos: SK Schenna

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