Ende November verwandelte sich das Schützenheim in Lana erneut in eine duftende Weihnachtsbäckerei. Mit viel Fachwissen und noch mehr Herz unterstützte uns dabei wieder unsere Ortsbäuerin Patrizia Prantl Karnutsch. Ein herzliches Vergelt’s Gott, liebe Patrizia! Begleitet von stimmungsvoller Weihnachtsmusik und dem herrlichen Duft frisch gebackener Kekse wurde die Adventszeit feierlich eingeläutet.
Jeder Jungschütze und jede Jungmarketenderin backte dabei bewusst ein paar Kekse mehr – als kleine weihnachtliche Aufmerksamkeit für jene Mitglieder, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv am Vereinsleben teilnehmen können. Diese wurden anschließend persönlich als Weihnachtsgruß nach Hause gebracht. Bei einem gemeinsamen Mittagessen klang der arbeitsreiche, aber schöne Vormittag in gemütlicher Runde aus.
Doch damit war das Vereinsjahr 2025 noch lange nicht zu Ende!
Mitte Dezember stand ein weiterer, besonders lehrreicher Vormittag auf dem Programm. Auf Einladung von Alexander Schwabl trafen sich die Jungschützen beim Kleinen Museum in Lana. Bereits beim Betreten war spürbar, mit wie viel Leidenschaft und Hingabe dieses Museum geführt wird. Alexander gewährte spannende Einblicke in seine private Sammlung – von Ausrüstungsgegenständen und Uniformen über Essensdosen bis hin zu vielen weiteren Zeitzeugen vergangener Tage.
Besonders beeindruckend waren die historischen Fotos aus dem Ersten Weltkrieg. Ein ganz besonderes Highlight stellte jedoch das sogenannte Sägemehlbrot dar, von dem wir sogar ein kleines Stück verkosten durften. Dies wurde extra frisch, nach einem Rezept aus dem 1.Weltkrieg, für uns gebacken. In Zeiten großer Not wurde das kostbare Mehl mit Sägemehl gestreckt – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie entbehrungsreich das Leben damals war. Eine gute Stunde verging wie im Flug, und wir verabschiedeten uns mit einem herzlichen Dankeschön bei Alexander.
Im Anschluss ging es weiter ins Schützenheim, wo bereits unser ehemaliger Bezirksmajor Andreas Leiter Reber auf uns wartete. Als Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft Lebendige Tracht“ brachte er uns die Geschichte und Besonderheiten der Burggräfler Trachten näher. Vom „Wollehemat“ bis zum „Tschoap“ lernten wir nicht nur die Namen der einzelnen Trachtenteile kennen, sondern auch deren richtige Pflege und wie sie richtig getragen wird. Ein großes Dankeschön an Andreas für seine Zeit und sein wertvolles Wissen, das er uns mit auf den Weg gegeben hat.
Dieser Vormittag war zwar etwas „strenger“, aber umso lehrreicher – und der nächste Ausflug mit Spiel und Spaß steht bestimmt schon wieder in den Startlöchern.
Nach fünf wunderbaren, ereignisreichen Jahren verabschiede ich mich nun als Jungschützenbetreuerin. Mein aufrichtiger Dank gilt allen, die mich in dieser Zeit unterstützt haben: meinem Team, den Sponsoren, für die zahlreichen Einladungen, den Eltern für ihr Vertrauen und vor allem euch Kindern – durch euch habe sogar ich noch vieles dazugelernt. Meinem Nachfolger wünsche ich von Herzen alles Gute, viel Freude und weiterhin so viel Begeisterung für die Jungschützenarbeit.
Fotos: Martina Trientbacher






















