Meran: Renato des Dorides (85), langjähriger Hauptmann der SK Meran, nahm die Gelegenheit war, um sich anlässlich der Jahrtagfeier der Meraner Schützen am Sonntag, den 14. Dezember offiziell von Kameraden und Freunden zu verabschieden. Ein letztes Mal mit Meldung an Merans Bürgermeister, Stadträte und Ehrengäste, mit dem Kommando einer Generaldecharge für verstorbene Schützenmitglieder und zu Ehren Tiroler Freiheitskämpfer. Die 66. Jahrtagfeier der Wiedergründung der SK Meran wollten Meraner Schützen bewusst bescheidener halten als gewohnt. Für Meraner Schützen trotzdem ein Grund zum Feiern. Es war kein außergewöhnlicher, kein besonderer Jubiläumstag. Trotzdem freuten sich die geladenen Schützen und die engeren Partnerkompanien darüber, auch heuer wieder diesen Jahrtag mit Kameraden, Freunden und Ehrengästen feiern zu können. Nach der Wiedergründung im Jahr 1959 blickten an diesem Sonntag Meraner Schützen mit Respekt und auf 66 Jahre Aktivitäten zurück. Auch 2025 war geprägt von Tätigkeiten im Sinne von alten Tiroler Traditionen, Teilnahme an kulturellen Ereignissen in Kirche, Stadt und Land sowie einem Engagement in sozialen Bereichen. Programmgemäß begann der 66. Jahrtag der Wiedergründung mit der Mitfeier des Gottesdienstes in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus – zelebriert von Dekan i. R. und Schützenkurat Albert Schönthaler.
In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte Albert Schönthaler die Adventszeit: „ Die Zeit des Advents gibt Anregungen, das Brauchtum zu pflegen. Dabei sollte man sich aber nicht nur auf Äußerlichkeiten beschränken, sondern die zentrale Botschaft in der Bibel hören, die da lautet: „Kehrt um – das Reich Gottes ist nahe“ (MK 1,15)..! Besonders angewiesen sind wir auf das Miteinander in Gesellschaft, in der Pfarrgemeinde, in den Vereinen….Die Meraner Schützen sind hier Vorbild: ihr unentgeltlicher Einsatz zum Wohl der Menschen bei jeder sich bietenden Gelegenheit ist äußerst lobenswert. Denken wir nur an die festliche Beflaggung an besonderen Festtagen.“
Mit einem herzlichen Glückwunsch zum „Schützen-Geburtstag“ sowie der Bitte: „Macht weiter so – im Einsatz für Eure Werte, die ihr hoch hält, für Glaube und Heimat“ – beendete er seine Ansprache.
Den Lektorendienst übernahm Pfarrgemeinderatspräsidentin und Marketenderin Kornelia des Dorides – die Jungschützen trugen die Fürbitten vor.
Einheimische und Schaulustige erwarteten bereits nach dem Gottesdienst am Oberen Pfarrplatz die Formationen der Meraner Schützen mit ihren Fahnenabordnungen aus dem historischen Tirol, die wie gewohnt Aufstellung zum Festakt nahmen. Mit dabei als Ehrengäste: Merans Bürgermeisterin Dr. Katharina Zeller, Stadtrat Christoph Mitterhofer, der Obmann des A.Hofer Bundes Hermann Unterkircher sowie Vertreter von Kirche und ehrenamtlicher Vereine. Umrahmt durch den Musikeinsatz von Musikanten der Bürgerkapelle Obermais wurde traditionell von den Meraner Schützen ein Ehrensalutschuss für verstorbene Mitglieder der Kompanie abgefeuert. Thomas, Wirt vom Lokal „Luisl`s Keller“ am Pfarrplatz Meran spendierte den Meraner Schützen erneut eine Fahne für den Pulverturm, die bei einer „Schnapsl- Ausgabe“ feierlich entgegengenommen wurde. Im Nikolaussaal wurden den Gästen bei einem festlichen Essen Bilder von Veranstaltungen und Ausrückungen der Meraner Schützen vom vergangenen Jahr präsentiert. Leutnant Patrick Mitterhofer nahm die Ehrung für seine 20 jährige Zugehörigkeit mit Urkunde und goldenem Ehrenzeichen entgegen. Ebenso wurden Jungschützen der Meraner Kompanie für erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben belobigt und ihnen für eine Spendenaktion für eine in Not geratene Familie gedankt. Alt- Dekan Albert Schönthaler übernahm das Tischgebet, Dekan Mario Gretter, Bürgermeisterin Katharina Zeller und Altbürgermeister der Stadt Meran Günther Januth überbrachten Grußworte an Schützen und die zahlreichen Gäste. Ein spezieller Schützen-Dank ging an die Laurin Stiftung, vertreten durch ihren Mitarbeiter Walter Stirner, der sich erfolgreich für eine großzügige Spende der Stiftung zur Beschaffung von neuen Schützentrachten für die Kompanie einsetzen konnte. Renato des Dorides, Hauptmann der Meraner Schützen, verabschiedete sich nach 25 Jahren Aktivitäten im Schützenwesen und bedankte sich bei Freunden und Kameraden der Kompanie für die Arbeit im Gremium der Kommandantschaft, der Referenten, bei allen Schützenkameraden, Jungschützen und Marketenderinnen für die langjährige Zusammenarbeit.
„Als Schützen – Späteinsteiger konnte ich in 25 Jahren Schützenaktivitäten einen erfolgreichen Beitrag für Heimat und Schützenwesen leisten. 3 Jahre als Fähnrich der SK Meran Stadt, + insgesamt 17 Jahre Hauptmann der SK Meran + 3 + ½ Jahre Mitglied der Bundesltg. als Lkdstv. und als Landeskommandant des SSB. Gleichzeitig unterlag mir die Schriftleitung der TSZ – Tiroler Schützenzeitung für das südliche Tirol- und ich 4 Jahre Im Vorstand des Herz-Jesu-Notstandsfonds einiges an Sozialem erfolgreich beitragen. Ich werde mich Ende dieses Jahres zurückziehen und jüngeren Kameraden Platz machen. Mit Freude und Genugtuung kann ich heute auf kulturell Erreichtes zurückblicken: so die Instandsetzung des stark gefährdeten A.Hofer Denkmals von Meran, die Wiederanbringung des Doppeladlers in Marmor, die Erneuerung von 38 Fahnenmasten im Stadtbereich, die Errichtung einer Gedenkstätte für den letzten Widerstand gegen Napoleons Truppen beim Pulverturm, die Erneuerung vergessener historischer Gedenktafeln im Stadtgebiet, die Edition einiger Chroniken und Geschichtsbücher über Schützen und Meraner Standschützen im 1.WK. Ebenso war es mir möglich, ich für unsere Schützenmitgliedern in enger Zusammenarbeit mit Kirche, Stadt und Land langjährige Konzessionsverträge für neue Räumlichkeiten festlegen lassen. Zum Abschluss meiner nun letzten 3-jährigen Periode als Hptm. der SK Meran habe ich heute die Ehr, mich von einigen Freunden zu verabschieden. Ich freue mich ganz besonders über Eure Anwesenheit und wünsche mir – dass Vertrauen – Freundschaft und gute Zusammenarbeit auch meinen Nachfolgern in der Kompanie entgegen gebracht wird. „ – so die abschließenden Worte vom Hauptmann der SK Meran Renato des Dorides ,die von langem stehendem Applaus begleitet wurden.






