Blickwinkel

Einkommensgrundlage für Menschenschmuggler ?

In ihrem Kommentar „An Scheinheiligkeit nicht zu überbieten“ wagt sich Redakteurin Lisa Ehrenstrasser in der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 03. September 2018 an das große Thema Flüchtlinge heran. Just in einer Zeit, wo in Deutschland wegen der Vorkommnisse in Chemnitz die Wogen hochgehen.

Dabei bräuchte der Bürger hierzulande diesbezüglich keine Belehrungen, denn er kann schon selbst wahrnehmen, was dort im fernen Bundesland Sachsen passiert ist. Nämlich, dass ein friedlicher deutscher Staatsbürger mutmaßlich von zwei Ausländern ermordet worden ist und dass dieses Verbrechen von  extremen Bewegungen zum Anlass genommen wird, ihr eigenes politisches Süppchen zu kochen. Besonders jene, die mit Hitlergruß in den Straßen von Chemnitz ihren Unmut gegen die Mörder geäußert haben, beleidigen nachträglich das Mordopfer, das mit dieser braunen Ideologie zu Lebzeiten – so die Aussagen der Familienangehörigen – nichts verbunden hat.

Man muss aber auch Frau Ehrenstrasser sagen, dass nicht alle, welche die aktuelle Flüchtlings- und Asylantenpolitik der europäischen Regierungen kritisieren, Ewiggestrige, rechtsradikale Populisten, Nazis oder fremdenfeindliche Scheinheilige sind. Viele demokratisch gesinnte Bürgerinnen und Bürger sind nicht fremdenfeindlich, sie haben aber große Angst vor dieser Völkerwanderung bzw. vor der mit ihr einhergehenden Überfremdung der Heimat. Und die Behauptung von Frau Ehrenstrasser, dass mit Abnahme der Flüchtlingsströme die Fremdenfeindlichkeit ansteigt, ist unsinnig. Auch wenn die großen Ströme ausbleiben, steigt die Anzahl der Migranten dennoch weiterhin an. Der Anstieg der Fremdenfeindlichkeit kann allerdings nicht mathematisch in einer Formel mit der Anzahl der Flüchtlinge gemessen werden. Vielmehr wächst die Fremdenfeindlichkeit infolge der gesetzeswidrigen Handlungen einzelner Migranten, welche sich längst schon in unseren Gebieten angesiedelt haben und aus unerfindlichen Gründen nicht abgeschoben werden können.

Frau Ehrenstrasser würde es aber laut ihrem Kommentar begrüßen, wenn die europäischen Staaten ihre eingegangenen Verpflichtungen erfüllen und das versprochene Geld an die  Menschenschmuggler in Afrika überweisen würden, um somit den Menschenhandel zu unterbinden. Da die europäischen Regierungen aber anscheinend dieser Verpflichtung bisher nicht nachgekommen sind, würde man, so Ehrenstrasser, den „vielen Menschen, die am Menschenschmuggel verdient haben, die Einkommensgrundlage“ entziehen. Hat hier etwa jemand Mitleid mit den Schleppern? Mit diesen Verbrechern und Mördern, die auch Frauen und Kinder ins Mittelmeer treiben? Sollen wir alle mit unseren Steuergeldern wirklich die Einkommensgrundlage von diesen gewalttätigen Individuen sichern? Wie naiv muss man denn sein, um zu glauben, dass sich diese Verbrecher mit dem „Einkommen aus Europa“ zufrieden geben und nicht trotzdem ihre menschenverachtende Tätigkeit weiterführen würden?

Frau Ehrenstrassers Argumentation zeugt wahrlich von einer nicht zu überbietenden Scheinheiligkeit.

Die Bezirksleitung

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