Blickwinkel

“Auf Österreichische Wurzeln besinnen”

INTERVIEW


mit Peter Gruber

Peter Gruber 2018 -1
Peter Gruber

BG – online: Was bedeutet für dich Heimat?
Heimat sind für mich meine Wurzeln, das Land wo ich herkomme, verbunden mit all seinen Traditionen, Bräuchen und seinem Glaube. Heimat ist für mich aber auch ein Gefühl, das Gefühl von Geborgenheit, Zuhausesein, frei sein.

BG – online: Du bist seit 2015 Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Lana. Was hat dich dazu bewegt, dich politisch zu engagieren?
Ich wurde mit zehn Jahren Jungschütze in der Kompanie Lana. Bei den Schützen habe ich sehr viel über unser Land, unsere Geschichte und über unsere Traditionen und Bräuche gelernt. Das Interesse, mich für Land und Leute einzusetzen, hat mich immer mehr gepackt, sodass ich 2010 beschlossen habe mich der Süd-Tiroler Freiheit anzuschließen um politisch noch aktiver zu werden.

BG – online: Warum hast du dich für die Süd-Tiroler Freiheit entschieden?
Ich habe mich für die Süd-Tiroler Freiheit entschieden, weil sie geprägt ist von Patriotismus, Geradlinigkeit und Ehrlichkeit. In keiner anderen politischen Bewegung kann sich jedes einzelne Mitglied so gut einbringen und wird so tatkräftig unterstützt um etwas zu verwirklichen oder zu erreichen.

BG – online: Was sagst du zu Menschen denen Politik egal ist und die deshalb nicht zu Wahlen gehen?
Ich versuche ihnen klar zu machen, welchen Einfluss die Politik auf ihr Leben hat. Die Politik legt die Rahmenbedingungen für unser alltägliches Leben fest. Sie entscheidet über Steuern, also darüber wieviel Netto mir vom Brutto bleibt. Sie entscheidet über Investitionen in Straßen, Gebäuden, Schulen, Kindergärten oder Krankenhäusern. Sie entscheidet darüber wieviele Jahre ich arbeiten muss und welche Rente ich einmal bekommen werde. Eigentlich bestimmt die Politik einen Großteil unseres Lebens, aber leider ist das nur den wenigsten Menschen bewusst. Ich versuche deshalb immer den Menschen dieses Bewusstsein zu vermitteln. Denn wer weiß, was die Politik alles entscheidet, dem ist Politik nicht mehr egal.

BG – online: Wie stehst du zum Doppelpass für die Südtiroler?
Fakt ist, dass Südtirol nur eine Autonomie hat, weil die Südtiroler eine österreichische Minderheit in Italien sind. Wenn wir unsere Autonomie weiterhin bewahren wollen, dann müssen wir uns auf unsere österreichischen Wurzeln besinnen. Ich bin davon überzeugt, dass der Doppelpass dieses Bewusstsein wieder stärken würde und somit einen positiven Einfluss auf unsere Gesellschaft hätte.

BG – online: Was hälst du von den Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien?
Ich bewundere den Mut und die Tatkraft der katalanischen Bevölkerung. Ich hoffe, dass sie nicht aufgeben und weiter für ihre Ziele kämpfen. Mein größter Resepekt gilt Carles Puigdemont. Ich muss aber auch sagen, dass ich in diesem Zusammenhang sehr enttäuscht von der Europäischen Union bin. In meinen Augen hätte die EU die Ausschreitungen beim Unabhängigkeitsreferendum nicht stillschweigend hinnehmen dürfen, sondern hätte die Aufgabe gehabt zwischen beiden Parteien zu vermitteln.

BG – online: Wo siehst du Süd-Tirol in 20 Jahren?
In 20 Jahren ist Süd-Tirol ein freies und selbstbestimmtes Land, unabhängig vom Einfluss des italienischen Staates.

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