Blickwinkel

…will meiner Heimat etwas zurückgeben

INTERVIEW mit Nadia Sparber


Nadia Sparber
Nadia Sparber, 22 Jahre aus Dorf Tirol, studiert Bildungswissenschaften an der Uni Brixen und arbeitet als Aushilfskraft in einem Lebensmittelladen. Seit 2009 ist sie Marketenderin bei der Schützenkompanie Dorf Tirol und ist zudem Mitglied der Jungendgottesdienstgruppe Tirol.

Burggrafenamt Online: Sie studieren Bildungswissenschaften in Brixen und haben vor nach Ihrer Ausbildung als Lehrerin zu arbeiten. Was ist Ihnen bei der Kindererziehung wichtig?

Nadia Sparber: Das oberste Ziel der Erziehung ist sicherlich, dass die Kinder mündige, selbstständige und verantwortungsbewusste Mitglieder unserer Gesellschaft werden. Außerdem wünsche ich mir für jedes Kind, dass es als Erwachsener nicht die Fähigkeit verliert, mit einem offenen Blick und einem offenen Herzen durchs Leben zu gehen.

BG-online: Was wird Ihrer Meinung nach in der heutigen Welt zu stark bewertet?

Heute geht es ausschließlich um Regelungen, Gesetzte und andere Formalitäten. Diese sollen unser Leben „regeln“, damit wir für jede noch so unwahrscheinliche Situation eine Lösung haben. Dies hat dazu geführt, dass wir Menschen abhängig geworden sind und nicht mehr mit unserem Verstand denken, sondern uns nur mehr hinter den von Anderen diktierten Richtlinien verstecken.

BG-online: Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten bei Ihren Mitmenschen?

Ich entschuldige eigentlich jeden Fehler bei meinen Mitmenschen, da auch ich sehr viele Fehler mache. Fehler machen ist menschlich, aber man sollte immer den Mut aufbringen den Fehler einzugestehen und versuchen die Situation wieder zu bereinigen.

BG-online: Sie sind seid einiger Zeit Marketenderin der Schützenkompanie Dorf Tirol, welche Beweggründe hatten Sie den Schützen beizutreten?

In allererster Linie wollte ich meiner Heimat etwas zurückgeben und dazu beitragen deren Brauchtümer und Traditionen zu erhalten. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin, denn ich habe gesehen, dass es noch viel mehr bedeutet Marketenderin oder Schütze zu sein. Wir sind eine Gemeinschaft, die sehr in der Heimat verwurzelt ist und mit viel Tatkraft und Engagement sich für diese einsetzt.

BG- online: Welches Zukunftsmodell würden Sie sich für Südtirol wünschen?

In den letzten Jahren haben wir Südtiroler leider sehen müssen, dass die Menschen, die eigentlich unsere Stimme sein sollten, uns hintergangen haben und sich viel mehr um ihr eigenes Wohlergehen, als um das des Volkes gekümmert haben. Wir Südtiroler fühlen uns betrogen und nicht ernst genommen. Nun ist es laut mir an der Zeit, dass endlich wir als Volk entscheiden dürfen, wie unsere Zukunft aussehen soll, nur das ist fair und eine echte Demokratie.

BG-online: Schenken Sie uns eine Lebensweisheit….

Frag dich nicht, was richtig ist, sondern frag dich, was du fühlst.
Hör auf zu fragen, ob du kannst, sondern frag doch, ob du willst. (Julia Engelmann)

BG-online: Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?

Ein Tag ist für mich nur perfekt, wenn ich ihn mit meinen Lieben verbringen darf. Am schönsten wäre ein sonniger Tag in den Bergen mit meinem Freund und meiner Familie.

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